Pressebericht: Ein Gagfeuerwerk im Zirkuszelt

»Ma­na­ge frei« für den »Zir­kus Con­cor­dia«: Die Wolfs­schlucht Con­cor­dia Wert­heim (WCW) hat am Sams­tag ein be­geis­tern­des Pro­gramm in der voll be­setz­ten Main-Tau­ber-Hal­le ge­bo­ten. Al­le ka­men, von den Zir­kus­di­rek­to­ren über Tän­zer und Show­girls bis hin zu Akro­ba­ten, un­ter der Über­schrift »Men­schen, oh­ne Tie­re, Sen­sa­tio­nen« für Bei­falls­stür­me sorg­ten.

»Shows und Attraktionen auf Weltniveau«, versprach das Prinzenpaar Susanne I. vom feurigen Vulkan und Michael II. vom Sonnengott (Ehepaar Oetzel-Paczkowski), nachdem sie zusammen mit Elferrat und Garden die Manege betreten hatten. »Wir haben bei der WCW jedes Jahr Zirkus und diesmal haben wir ein Motto draus gemacht«, begrüßte Sitzungspräsident Michael Bannwarth die Zuschauer.


Schmissiger Tanz der Garde

»Wir sind gekommen um die Main-Tauber-Halle zum Zirkuszelt zu machen und wir lassen es mit Euch so richtig krachen«, kündigte das Prinzenpaar an. Dann lud das Kinderprinzenpaar Katharina I. vom Konfettiberg und Emil I. die wirbelnde Eminenz mit einem glänzenden Rap nach Art der »Fantastischen 4« zur Kinderfremdensitzung ein. Beim schmissigen Tanz der Prinzengarde flogen die Beine hoch bis zur Nasenspitze und das Publikum kam durch rhythmisches Mitklatschen ähnlich außer Atem wie die Akteurinnen selbst.

Nicht als »Gruselclown«, sondern als spitzzüngiger Beobachter präsentierte sich Berthold Jäger. Er nahm nicht nur die »ewige Baustelle« der Tauberbrücke oder das Personalkarussell in der Rotkreuzklinik, das er mit dem Dschungelcamp verglich, aufs Korn. Sondern auch die Tatsache, dass die Ortschaften zum Nachteil der städtischen Einrichtungen neue Hallen bekommen. Auch für den Transport von Besuchern auf die Burg und die Suche nach einem Hochschulstandort hatte der Clown humorvolle Lösungen.

Eine Augenweide waren nicht nur die Tanzgruppen des Abends, sondern auch die Schwarzlichtdarbietung der Gruppe »Lokomotive«. Heike und Axel Schmid leiteten die Darbietung der »Homburger Steeäisel« ein. Andy Stange und seine Mitstreiter erwiesen sich als Stimmungskanonen mit ihrem Auftritt unter anderem als »Dildofachverkäuferin«.

Stehende Ovationen waren der Lohn des Quartetts »Ästhetisch und Maskulin« mit den »Kraftprotzen« Michael Bannwarth und Dennis Schomber sowie den »Elfen« Nadine Kraft und Susanne Schuldt. Auch das Quintett »Funkstille« begeisterte das Publikum unter anderem mit seinem musikalischen Blick auf die Pubertät und die Klage von Wolfram Karlein, der sich beschwerte: »Du tropfst.«

Die Kinder habe man zur Nachhilfe in den chinesischen Staatszirkus geschickt, kündigte der Sitzungspräsident die Juniorengarde an: »Es hat sich gelohnt«, war sich das Publikum einig. Und auch das Männerballett bekam viel Beifall, nachdem die Abordnungen befreundeter Karnevalsvereine sowie Bürgermeister Wolfgang Stein als Vertreter der Stadtverwaltung ihre Orden abgeholt hatten.

Viel Spaß hatten die Zuschauer mit Berta und Karl alias Axel und Heike Schmid, die einen Kalauer nach dem anderen losließen. Gelächter ernteten sie unter anderem für die Feststellung, dass die Stadt eine Kooperation mit Venedig anstrebt, weil sie die Tauberbrücke wegen der Bauverzögerungen in Seufzerbrücke umbenennen wolle. Viel Spaß hatte das Publikum auch bei der Skype-Video-Konferenz mit dem neuen US-Präsidenten, der sei Sechs-Punkte-Programm unter der Überschrift »Make Wertheim great again« vorstellte.

Den Abschluss bildeten zwei außergewöhnliche Tanzdarbietungen. »Hüftgold« zeigten, dass man auch in fortgeschrittenen Alter noch beweglich und sexy sein kann, die Garden des WCW präsentierten einen Showtanz, der sich sehen lassen konnte.

bListe aller Mitwirkenden auf main-echo.de
Peter Riffenach

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