Pressebericht: Zweistündige Supershow im Zirkus Concordia

Mit wit­zi­gen Büt­ten­re­den, sch­mis­si­gen Tän­zen und ge­konn­ten Ge­sangsdar­bie­tun­gen hat der Nach­wuchs der Wolfs­schlucht Con­cor­dia Wert­heim (WCW) am Sonn­tag Zir­kus­at­mo­sphä­re in die vol­le Main-Tau­ber-Hal­le ge­zau­bert. Clowns, Raub­tie­re und Akro­ba­ten zo­gen un­ter dem Mot­to »Zir­kus Con­cor­dia - Ma­ne­ge frei für die WCW« ei­ne zwei­stün­di­ge Su­per­show ab und sorg­ten für Stim­mung pur im Saal.

»All heul, ihr Narren, jetzt geht’s los. Es ist Fasching!«, stimmten acht junge Damen die Besucher auf das Kommende ein. Und Sitzungspräsident Tristan Fabig, der professionell durchs Programm führte, machte deutlich, dass ab sofort Prinz Karneval im Saal regiert. Für seine gerappte Thronrede erntete das Kinderprinzenpaar Katharina vom Konfettiberg und Prinz Emil eure wirbelnde Eminenz stehende Ovationen.
Auch mit ihrer Dompteurnummer, bei der die Prinzessin eine »seriöse« Raubtierdressur zeigen wollte und der Prinz stattdessen lieber mit den Raubtieren eine flotte Tanznummer aufs Parkett legte, wurden die kleinen Hoheiten gefeiert wie selten ein Kinderprinzenpaar vor ihnen.
Zu Ehren der beiden Prinzenpaare, das der Kleinen und das der Großen, legte die Mittlere Garde in ihren neu geschneiderten Uniformen einen sportlichen Tanz auf die Bühne. Richtig süß präsentierten sich die WCW-Tanzmäuse, die in diesem Jahr als »Pierrots« so lange über die Bühne wirbelten, wie die Feder hielt, die zunächst aufgezogen wurde.
Hatte sie voriges Jahr bereits über den Diätwahn ihres »Alten«, nämlich den Sitzungspräsidenten Michael Bannwarth geklagt, machte sich Julia Bannwarth dieses Mal in ihrer witzigen Büttenrede über die »Faschingssucht« ihres Vaters lustig. »Was ist er so närrisch, der Knochen, der alte. Hört er was von Fasching, ist er nicht mehr zu halten«, reimte sie.
»Wer die Mädels hier nicht kennt, der hat den Orient verpennt«, sagte der Sitzungspräsident anerkennend und meinte damit die Bauchtanzgruppe von Emel Akgül, die mit ihrer Darbietung aus Tausendundeiner Nacht das Publikum bezauberte - und wie alle Tanzgruppen nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen.
Mit einer Schunkelrunde wurde dem Aufbautrupp die Zeit verschafft, Trampolin und Matten aufzubauen, damit die Turner-Jungs bei ihren akrobatische Darbietungen weich auf dem Bühnenboden landen konnten. Gekonnt schlugen die Akrobaten Räder, flogen durch Reifen und überschlugen sich mit halsbrecherischen Salti.
Gekonnte Kombination
Eine gekonnte Kombination aus Tanz und Dressurnummer boten auch die »WCW-Kids«, die danach die Bühne und die Herzen der Zuschauer im Sturm eroberten.
Eine lange Familientradition setzte Leo Frischmuth fort. »Wenn hier oben eine Drehorgel steht, ist es meisten ein Frischmuth, der an ihr dreht«, sagte er und erinnerte daran, dass sowohl sein Großvater als auch sein Vater auf der WCW-Bühne aktiv waren. Letzterer stand übrigens sichtlich beeindruckt von der Leistung des Filius im Publikum.
Kultstatus hat auch der Auftritt der Kleinsten der WCW. Die Minigarde tollte diesmal zur Melodie von »Resi i hol die mit dem Taktor ab« über die Bühne.
War das bisherige Programm bereits mit Höhepunkten gespickt, so schossen die beiden Clowns Tristan Fabig und Aaron Distelhorst mit ihrer gerappten Büttenrede den Vogel ab. Diese gekonnte Darbietung hätte locker auch bei jeder Erwachsenensitzung tosenden Beifall erhalten.
Den krönenden Schlusspunkt hinter ein abwechslungsreiches und überaus kurzweiliges Programm setzte die WCW-Showtanzgruppe, die unter anderem zu dem Titel »I like to move it« eine schwierige Choreographie bot. Tränenreich ging es danach beim großen Finale zu, als Monika Busch und Martina Karlein verabschiedet wurden.
Peter Riffenach

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